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Wenn Junglehrer/innen mehrere Jahre auf die Anstellung warten müssen, stellt sich ihnen das Problem, wie sie sich pädagogisch-didaktisch auf dem Laufenden halten können. Da sie noch nicht im Lehrberuf stehen, ist nämlich das Pädagogische Institut satzungsgemäß noch nicht für sie zuständig. Diese sich von Jahr zu Jahr verschärfende Situation hat mich als Direktor der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz im Jahr 1997 bewogen, in unserem Haus eine Institution einzurichten, die den wartenden Junglehrer/innen maßgeschneiderte Fortbildungsmöglichkeiten eröffnet: das "Zentrum für innovative Pädagogik (ZIP)". Wie schon der Name ausdrückt, sollen hier Informationen über den jeweils neuesten Stand in den verschiedenen Bereichen der Pflichtschulen angeboten werden. Einerseits in einer Werkstätte, die von zwei bisher beschäftigungslosen Junglehrer/innen unter Anleitung wechselnder Proffessorenteams betreut wird. Andererseits durch Kompaktkurse zu Schwerpunktbereichen, für die das Pädagogische Institut die erforderlichen Stunden bereitstellt. Sehr bald hat sich das Interesse einer weiteren Lehrergrupe am "Zentrum für innovative Pädagogik" gezeigt: Es sind dies karenzierte Lehrer/innen, die bestrebt sind, in ihrer Professionalität auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Darüber hinaus kann das ZIP Multiplikatorenfunktionen für innovative Lehrer/innen im ganzen Land übernehmen und gleichsam als Drehscheibe in dieser Hinsicht wirken. Diese Institution verdankt sich zunächst der Begeisterung und Fähigkeit ihrer Begründer - und hier seien vor allem die Professoren Gabi Bauer und Waldemar Feiner genannt. Ihnen folgten gleichermaßen engagiert nach: Prof. Christine und Prof. Heinz Kloyber, Prof. Alfred Wahlmüller, Prof. Emmerich Boxhofer und Prof. Alfons Koller. Der Amtsführende Präsident des Landesschulrates HR Dr. Johannes Riedl hat diese Initative von Anfang an als wertvoll erachtet und in seinem Amtsbereich gefördert. Die Akademie hat für die Bereitstellung und Ausstattung der Räumlichkeiten gesorgt, eine beträchtliche Anzahl ihrer Lehrer trägt solidarisch zur Honorierung des im ZIP beschäftigten, jährlich wechselnden Junglehrerteams bei, die SALE widmete dem Zentrum gerade in dem Anfängen Gelder der Arbeitsmarktförderung, solange die gesetzlichen Voraussetzungen dafür bestanden. In der Folge flossen Mittel des Landes Oberösterreich aus dessen Projektförderungssatzes sowie namhafte Unterstützungen des Vereins "Bischöfliche Arbeitslosenstiftung" für den Betrieb bzw. die Abgeltung der Junglehr/innen. Wir sind sehr dankbar dafür, denn ohne diese Förderungen wäre der Akademie, angesichts der ihr auferlegten Sparverpflichtungen, die Aufrechterhaltung des "Zentrums für innovative Pädagogik" nicht möglich. Mit den Mitteln wird sorgsam und effizient umgegangen, und die Institution wird zunehmend bekannt und geschätzt bei ihren Zielgruppen. Daran knüpfen wir die Hoffnung auf weitere Unterstützung und bitten herzlich darum.
HR Dr. Siegfried Wlasaty |
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