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GPS oder "Wo bin ich?"
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Neben
den traditionellen Themenbereichen des Faches finden immer wieder
technische Neuerungen und aktuelle Entwicklungen Eingang in den Geographie
und Wirtschaftskunde Unterricht. Diese müssen keineswegs immer nur der
universitären Forschung oder pädagogischen Trends entstammen.
In
der letzten Zeit machte das Kürzel „GPS“ in Sportlerkreisen und bei Autofreaks
auf sich aufmerksam. Was steckt hinter einem „Global Positioning System“,
GPS wie es kurz genannt wird? -
Im Weiteren soll Funktionsweise und Entstehungsgeschichte allgemeinverständlich
erklärt, einige Anwendungsbereiche vorgestellt und ein kleiner Ausblick
in die Zukunft unternommen werden.
Didaktische
Bemerkungen:
Die
folgenden Merktexte sind auf kindgerechtem Niveau. Sie können als Stationenbetrieb,
aber auch anderweitig im Unterricht eingesetzt werden. Somit lernen die
Kinder innerhalb einer Unterrichtseinheit die Grundzüge von GPS kennen.
Weiters
bietet sich vor allem ein praktischer Einsatz während des Wandertages
oder einer Exkursion an. Hier können die Schüler ihr theoretisches Wissen
mit der praktischen Anwendung verbinden. Für manche könnte auch eine Verwendung
in der Freizeit in Frage kommen.
Lernziele:
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- Die
Schüler sollen kurz über die Entstehungsgeschichte von GPS informiert
werden.
- Die
Kinder sollen die Bedeutung und Funktionsweise von GPS erfahren.
- Sie
sollen die Grundfunktionen und den Aufbau dieses Positionierungssystemes
kennen lernen.
- Sie
sollen praktische Anwendung von GPS im alltäglichen Leben kennen lernen.
- GPS
soll die Themenpalette des Geographieunterrichts erweitern.
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| Unterrichtsmaterialien: |
Ein
kurzer Blick in die Geschichte der Positionsbestimmung
Seit
die Menschen auf diesem Planeten Reisen unternehmen, ist es für
sie wichtig ihre jeweilige Position zu kennen. In früherer
Zeit wurden die Sterne und Planeten beobachtet. Aber bei schlechtem
Wetter, waren weder die Sonne noch die Sterne zu sehen.
Der erste Kompass ist vom Engländer Alexander Neckham ca. 1188
erwähnt worden. Damals wurde er als magnetisierte Nadel beschrieben,
die auf einer Pfeilspitze lagert, immer zum Polarstern zeigt und
so den Seeleuten den Weg weist.
Im 18. Jahrhundert waren es britische Astronomen die einen Nautischen
Almanach, ein Verzeichnis über die genaue Sichtbarkeit der
Gestirne und deren Bahnen, erstellten, sowie den Oktanten und danach
den Sextanten entwickelten, mit deren Hilfe die Seeleute den Breitengrad
ihrer Position genauer bestimmen konnten.
Es folgten noch eine Reihe weiterer Entwicklungen zur Positionsbestimmung,
doch konnte man erst mit dem einszu der Elektronik die nicht immer
sichtbaren Sterne durch Satelliten ersetzen, das sind Sender, die
vom Wetter unabhängig empfangbare Funksignale aussenden.
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Grundfunktionen des Global Positioning System (GPS)
Das
Global Positioning System wurde ab 1973 vom amerikanischen Verteidigungsministerium
entwickelt. Der Auftrag bestand in der Erstellung eines satellitengestützten
Systems, das die Navigation eines beliebigen bewegten oder ruhenden
Objekts ermöglicht. Dieses System sollte bei jedem Wetter, zu
jeder beliebigen Zeit und an jedem beliebigen Ort – also zu Lande,
zu Wasser und in der Luft – funktionieren.
Das GPS ist die derzeit modernste Vermessungsmethode und beruht
auf der Nutzung von Informationen erdumkreisender Satelliten.
Die interessanteste Komponente des GPS ist die dreidimensionale
Positionsbestimmung ( Längengrad, Breitengrad und auch Höhenmeter).
Dieses Funktionsweise beruht auf dem Prinzip der Streckenmessung
zwischen Satellit und GPS-Gerät an der Erdoberfläche.
Um eine genaue Position bestimmen zu können, benötigt man vier
Satellitensignale. Die momentanen Standorte der Satelliten sind
den Wissenschaftlern immer bekannt. Es werden nun die Strecken
zwischen den einzelnen Satelliten und dem Empfänger gemessen.
Da man jedoch nur die Standorte der Satelliten kennt, muss man
den Standort des Empfängers ausrechnen. Hierzu wird die Zeitmessung
verwendet. Es wird genau abgelesen, wie lange das Funksignal vom
Empfänger zu den Satelliten dauert. Somit lassen sich die Strecke
und der Standort des GPS-Empfängers relativ genau ausrechnen.
Die geschieht mit folgender Gleichung:
Weg
= Geschwindigkeit . Zeit
Das
Global Positioning System besteht aus drei Grundelementen:
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Raumsegment |
Kontrollsegment |
Benutzersegment |
Aus:
http://www.kfunigraz.ac.at/expwww/physicbox/gps/gps_kap4.html
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Das
Raumsegment
Seit
der Endausbaustufe besteht das Raumsegment aus 24 Satelliten,
die in sechs Bahnebenen mit jeweils vier Satelliten die Erde in
einer Höhevon rund 20.200 km umkreisen. Von den 24 Satelliten
werden 21 als reguläre Satelliten und die restlichen drei
als Reservesatelliten betrachtet. Die mittlere Geschwindigkeit
beträgt etwa 14.000 Stundenkilometer und somit benötigen
sie für eine Erdumkreisung ca. 12 Stunden. Dadurch, dass
sich die Erde unter den Satelliten weiterdreht, überfliegt
ein bestimmter Satellit nur einmal in 24 Stunden einen Punkt auf
der Erde. die Satelliten selbst enthalten einen Sender, einen
Empfänger, eine Antenne und mehrere Atomuhren. Die genaue
Zeit spielt eine entscheidende Rolle im GPS. Solche Atomuhren
gehen in rund 3 Millionen Jahren nur 1 Sekunde falsch. Ein Fehler
in der Laufzeitmessung des Satellitensignals von einer Zehntausendstel
Sekunde ergibt bereits eine um 30 Kilometer falsche Position.
In der nächsten Satellitengeneration werden daher Wasserstoff-Maser
Uhren mit einer Genauigkeit von einer Sekunde in sieben Millionen
Jahren ihren Dienst versehen.
Aus: http://www.user.xpoint.at/grueller/Artikel1.htm
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Das
Kontrollsegment
Das
Kontrollsegment liegt vollständig in der hand der US
Armee. Es besteht aus einer "Master Kontroll Station",
die sich in Colorado Springs befindet und vier weiteren Stationen,
den Monitorstationen und den Bodenkontrollstationen. Zu ihren Aufgaben
gehören die Vorausberechnung der Satellitenbahnen, die Überwachung
der Satellitenuhren, die Übermittlung der Navigationsnachrichten
an die Satelliten, sowie die Gesamtkontrolle des Systems.

Aus: http://www.kfunigraz.ac.at/expwww/physicbox/gps/gps_kap4.html
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Das Benutzersegment
Unter dem Benutzersegment
werden die GPS-Empfänger verstanden, die die Signale der Satelliten
erfassen und verarbeiten. Diese Empfänger bestehen aus einer Antenne,
einem Vorverstärker, einer Hochfrequenzeinheit, einem Mikroprozessor,
einem Datenspeicher und der Stromversorgung.
Im GPS-Empfänger ist keine Atomuhr enthalten, da diese zu groß und
zu teuer wäre. Durch die einfachen Quarzuhren würden sich jedoch
zu große Fehler ergeben. Somit löst man dieses Problem am einfachsten
durch einen vierten Satelliten. Mit einer zusätzlichen Messung kann
dieser Zeitfehler übergangen werden.

Aus: http://www.kfunigraz.ac.at/expwww/physicbox/gps/gps_kap4.html
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Fehlerquellen
von GPS
Wegen
des ursprünglich primär militärischen Nutzens wurde bis April 2000
von der US Armee ein Störfilter eingesetzt. Dabei werden
die Satellitenuhren künstlich verfälscht und somit die Messergebnisse
für zivile Nutzer bewusst verschlechtert. Dieser Störfilter wird
in den Bodenstationen (Kontrollsegment) von GPS betätigt. Diese
Störung wurde für die meisten Regionen der Erde nun aufgehoben.
GPS-Messungen
können jedoch auch von verschiedenen äußeren Einflüssen verfälscht
werden.
Der
Effekt der Mehrfachreflexion tritt vor allem in der Nähe
von elektrischen Anlagen oder sonstiger Sender auf. Diese Mehrwegausbreitung
kann das Ergebnis um mehrere Zentimeter verfälschen. Daher ist die
Wahl eines geeigneten Antennenstandortes sehr wichtig.
Unter
dicht belaubten Bäumen, oder unter einer überhängenden Felswand
wird der gleichzeitige Empfang von vier Satelliten erschwert und
somit eine Positionsbestimmung unmöglich gemacht.
Auch
nicht kalkulierbare Faktoren in der Ionosphäre oder in der
Troposphäre (Dichte der Gasatome, ...) können fehlerhafte
Messungen verursachen.

Aus:
http://www.kfunigraz.ac.at/expwww/physicbox/gps/gps_kap4.html
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Anwendungsmöglichkeiten
von GPS
Die
Anwendungsmöglichkeiten von GPS sind so vielseitig, das ein
Ende der Ver-wendungszwecke derzeit noch nicht in Sicht ist. Die
Anwendung geht in immer brei-tere Marktsegmente.
Neben dem Einsatz im Beruf (Schifffahrt, Luftfahrt,...) ist nun
GPS auch in den Frei-zeitbereich vorgedrungen. Vor allem die Automobilindustrie
war eine der tragenden Säulen. In nicht allzu geraumer Zeit
werden Autos aller Art mit GPS ausgestattet sein. Mit einem vollständig
integrierten Straßennetz ist so jeder beliebige Ort in Kürze
erreichbar.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit im Straßenverkehr
besteht in der Sicherheits-elektronik. Kommt es zu einem Unfall
wird automatisch über das Mobiltelefon eine Notrufzentrale
informiert. Auch im Falle eines Diebstahls kann das Auto schneller
gefunden werden.

Aus: http://www.kfunigraz.ac.at/expwww/physicbox/gps/gps_kap4.html
Aber
auch für lebensrettende Maßnahmen wird GPS immer mehr
verwendet. Zur Ortung und Rettung von Verunglückten in der
Wüste, im Meer oder den Polen ist dieses Positionierungssystem
bestens geeignet.
Auch für die Positionierung von Satelliten, zur Überwachung
von Fortbewegungsmit-teln jeder Art und zur zentimetergenauen Steuerung
von Maschinen in Bergwerken im Urwald usw. ist GPS gedacht.
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Arbeitsblatt mit Lösung:
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GPS – Global Positioning
System
1) Das Globals Positioning
System (GPS) wurde ____________ vom
______________________ entwickelt. Der Auftrag bestand in der Erstellung
eines satellitengestützten Systems, das die Navigation von
beliebigen _________________ und ___________________ Ojekten ermöglicht.
Das System sollte bei jedem _______________, zu jeder beliebigen
Zeit und an jedem beliebigen Ort - also zu ______________, zu _______________
oder in der _______________ - funktionieren.
2) Aus welchen drei Grundsegmenten besteht GPS?
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3)
Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es bereits für GPS? Wo könnte
dir GPS im alltäglichen Leben begegnen?
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_____________________________________________________________ ...
4) Welches Resultat hat eine GPS-Berechnung zur Folge?
________________________________________________________________
5) Wie funktioniert GPS? Beschreibe kurz den Berechnungsvorgang
und die dazu benötigen Materialien (Satelliten mit Atomuhr,
....)
________________________________________________________________
______________________________________________________________ ...
6) Warum ist eine genaue Zeitnehmung beim Global Positioning System
so wichtig?
_________________________________________________________________
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7) Welche Störfaktoren können bei GPS-Anwendungen auftreten?
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8) Welche Positionierungssysteme kennst du noch außer GPS?
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GPS – Global Positioning System
1)
Das Global Positioning System (GPS) wurde 1973 vom amerikanischen
Verteidgungsministerium entwickelt. Der Auftrag bestand in der Erstellung
eines satellitengestützten Symstem, das die Navigation von beliebigen
bewegten und ruhenden Objekten ermöglicht. Das System
sollte bei jedem Wetter, zu jeder beliebigen Zeit und an jedem beliebigen
Ort - also zu Land, zu Wasser oder in der Luft -
funktionieren.
2) Aus welchen drei Grundsegmenten besteht GPS?
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Raumsegment
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Kontrollsegment
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Benutzersegment
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3) Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es bereits für GPS? Wo könnte dir
GPS im alltäglichen Leben begegnen?
Schiffahrt, Luftfahrt, Automobilindustrie, Ortung und Rettung von Verunglückten
in der Wüste, usw., Positionierung von Satelliten, ...
4) Welches Resultat hat eine GPS-Berechung zur Folge?
Der Standort (ggf. Länge, Breite, Höhe) des GPS-Empfängers
wird berechnet.
5) Wie funktioniert GPS? Beschreibe kurz den Berechnungsvorgang und die
dazu benötigten Materialien (Satelliten mit Atomuhr, ...)
Der GPS-Empfänger empfängt vier Satellitensignale auf einmal.
Das ist Grundvoraussetzung für eine richte Standortberechnung. Durch
die Formel: Weg = Geschwindigkeit x Zeit wird der Standort des GPS-Empfängers
berechnet. Dazu werden sehr genaue Uhren (Atomuhren), das Wissen über
die Satellitenstandorte und ein GPS-Empfängergerät, das die
empfangenen Signale berechnen kann, benötigt.
6) Warum ist eine genaue Zeitnehmung beim Global Positioning System so
wichtig?
Durch die langen Wegstrecken die die Funksignale zurücklegen und
die hohe Geschwindigkeit, die sie dabei haben, ist der Zeitfaktor sehr
wichtig. Bei einem Fehler von einer Tausendstel Sekunde kann eine fehlerhafte
Berchnung bis zu 30 Kilometer entstehen.
7) Welche Störfaktoren können bei GPS-Anwendungen auftreten?
US Armee setzte früher einen künstlichen Störfilter
für zivile Nutzer ein.
Merhfachreflexionen können durch falsch gewählte Antennenstandorte
entstehen. Elketrische Anlagen, Satellitenanlagen, usw. verfälschen
die Ergebnisse.
Dicht belaubte Bäume und überhängende Felswände verhindern
einen Empfang von gleichzeitig vier Satellitensignalen.
Störfaktoren in der Ionosphäre und Troposphäre.
8) Welche Positionierungssysteme kennst du noch außer GPS?
Weitere Positionierungssysteme sind: der Kompass, der Nautische Almanach,
der Sextant und der Oktant.
Weiterführende Literatur:
http://www.gis.univie.ac.at/karto/lehr/exkursion/hgex97/gps/gps.htm
http://www.user.xpoint.at/grueller/Artikel1.htm
http://www.kfunigraz.ac.at/expwww/physicbox/gps/gps_kap4.html
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Download:

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