Eine Kaufmannsreise nach Griechenland (HS/H 9)

 

Die Geschichtensammlung beinhaltet 7 Texte, die den Schülern ausgewählte historische Inhalte der Griechen näher bringen sollen.
Diese Sachinformationen sind in die Erinnerungen eines Handelsreisenden namens Thespis eingebaut, der für die Schüler eine Identifikationfigur darstellt.
Das Material ist zur Auflockerung des Unterrichtsgeschehens, vor allem nach inhaltlich schwierigen Themen, gedacht.
Jedem Text sind Lernziele, Anmerkungen zum Text und Unterrichtsvorschläge beigefügt.
Die Vorschläge sind jedoch rohe Bausteine, die individuell auf die Klassensituation abgestimmt und abgeändert werden müssen.
In der Beilage finden sich diverse Aufarbeitungsmöglichkeiten für den jeweiligen Text, von denen der Lehrer seine persönliche Auswahl treffen kann.
Zwecks Vereinfachung des Verständnisses wurde bei dieser Materialiensammlung die männliche Anredeform verwendet. Natürlich werden dabei auch weibliche Personen angesprochen.

Eine Reise durch das griechische Zeitalter:

Lernziele:

Die Schüler sollen
v sich anhand des Einstiegstextes einen Einblick in das Leben einer fiktiven Person verschaffen.
v selbständig einen Steckbrief zur Person Thespis verfassen können.
v in groben Zügen die Epocheneinteilung Griechenlands kennen und Informationen richtig zuordnen können.
v aus einem Informationstext selbständig wichtige Inhalte erarbeiten können.
v befähigt sein, gemeinsam einen Zeitstreifen mit erarbeiteten Informationen zu gestalten.

 

Einstiegstext für den Lehrer zum Vorlesen
Mein Name ist Thespis, und ich erzähle euch von meinen Handelsreisen in Griechenland. Allerhand erlebte ich in den letzten Jahren, in denen ich versucht habe, meine Waren an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Gerade bei Frauen machte ich das größte Geschäft. Sie waren von meinen Waren entzückt und überredeten ihre Männer zum Kauf von Töpfen, Tonkrügen, .... Vorwiegend handelte ich nämlich mit Haushaltswaren.
Viele Familien aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten lernte ich im Laufe der Zeit kennen.
Ich möchte aber nicht Allzuviel im Vorhinein verraten. Eines kann ich sagen: Es war äußerst spannend, und ihr werdet viel versäumen, wenn ihr mich nicht auf meinen Abenteuern durch die zerklüftete Landschaft Griechenlands begleitet.
Viele der Leser oder Zuhörer werden sich nun fragen, was mich bewegte, meine Erlebnisse aufzuschreiben?
Nun ja, ich möchte, dass die Nachwelt einen Einblick in die Alltagsgeschichte der Griechen erhält. Wie oft geschieht es, dass man sich einige Jahre später an Ereignisse nicht mehr erinnern kann. Diesem Umstand möchte ich vorbeugen, denn ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste, und langsam merke ich, dass ich ebenso vergesslich werde.
In meinen Aufzeichnungen finden sich jedoch nicht nur persönliche Erlebnisse, sondern ich habe auch einige historische Erkenntnisse einfließen lassen, die ich im Lauf meiner Reisen gewonnen habe.

 

Arbeitstexte für die Schüler
Die Texte werden ausgeschnitten und den Gruppen ausgeteilt.

  1. Ich begann mit meiner Handelsreise in Griechenland zu jener Zeit, als Alexander der Große zum ersten Mal dem Perserkönig Darius gegenüberstand und ihn besiegte. Das war im Jahr 333 v. Chr. Also zu jener Zeit, in der man in Griechenland vom Hellenismus spricht.

    Infotext:
    Als Alexanders Vater getötet wurde, war der Sohn erst zwanzig Jahre alt. Trotz seiner jungen Jahre führte er sein Heer gegen die Makedonier. Sein Reich konnte er schnell entlang der Mittelmeerküste ausweiten, denn er wollte gegen das Perserreich vorgehen. In den neuen Gebieten herrschten nun griechische Verwaltungsbeamte. Alexander ließ viele Städte gründen, die seinen Namen trugen.

  2. ......

 

Kreta - Der Palast von Knossos:

Lernziele:
Die Schüler sollen
v Kreta geographisch zuordnen können.
v wesentliche Züge der minoischen Kultur kennen.
v den Palast von Knossos kennen.
v von der Legende des Minotaurus wissen.

Toto-Spiel:

Anleitung:

Der TOTO-Plan wird vom Lehrer an die Tafel gezeichnet und von den Schülern in das Heft übertragen. Der Lehrer liest anschließend die Fragen vor, bei denen jeweils Tipp 1 oder 2 stimmt. Die Schüler kreuzen das entsprechende Kästchen auf ihrem Schein an.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass beide Antworten richtig oder falsch sind. In diesem Fall muss das X angekreuzt werden.

 Fragen:

Wie nennt man jene Gaststätte, in der sich Thespis oft einen Schoppen Wein kaufte?
TIPP 1: Tavanis
TIPP 2: Taverne

Wie nannte man jene Bevölkerungsgruppe, die vor etwa 3.000 Jahren auf Kreta lebte?
TIPP 1: Minotaurer
TIPP 2: Minoer

......

Die Legende von Troja:

Lernziele:
Die Schüler sollen
v grobe Züge der mykenischen Kultur wissen.
v die Legende vom Trojanischen Krieg und dem Trojanischen Pferd kennen.
v Einblick in das Geschehen auf einem griechischen Markt gewinnen.
v befähigt sein, gewonnene Informationen in schriftlicher Form selbständig zu verarbeiten.

 

 

Auswahl von Schreibanlässen

 l Tagebucheintragung
Du schreibst nach diesem erfolgreichen Markttag am Abend in dein Tagebuch. Berichte von deinen besonderen Eindrücken, die du beim Markt gewinnen konntest! Gehe auch darauf ein, dass dir allmählich deine Heimat abgeht!

l
Dialog zwischen Thespis und Dimitrios
Du sitzt am Abend mit deinem Bekannten bei einem Schoppen Wein und lässt mit ihm nochmals den Tag Revue passieren. Im Zentrum des Gespräches stehen die Erlebnisse am Markt, von denen jeder in unterschiedlicher Weise berichten kann.

......

Eine griechische Familie und ihr Haus:

Lernziele:
Die Schüler sollen
v zu einem Überblick der Räumlichkeiten in einem griechischen Haus gelangen.
v ausgewählte Räume richtig benennen und kurz beschreiben können.
v vom Rollenverhältnis der griechischen Frauen und Männer Bescheid wissen.
v die Aufgaben der griechischen Frauen in der Gesellschaft kennen.
v einen Vergleich zur Rolle der Frau in der Jetztzeit anstellen können.

Die Rolle der Frau
Schreibe anhand des Textes Kernsätze zu den Aufgaben einer griechischen Frau in die Tabelle! Stelle einen Vergleich zur heutigen Situation an!

Griechische Frau

Frau der Gegenwart


Haushalt


In der Gesellschaft


Ausgang/Freizeit

 

Gespräch mit Damas über Theater und Handel:

Lernziele:

Die Schüler sollen
v wichtige Grundinformationen zum Thema Theater wissen.
v den Zweck des griechischen Handels mit anderen Ländern kennen.
v wissen, wer das Münzwesen im griechischen Handel einführte.
v befähigt sein, anhand von vorgegebenen Fragen selbständig einen Merktext zu erarbeiten.

Kopiervorlage für Frage- und Stichwortkärtchen

Wer waren die Lyder?
Welche Güter wurden getauscht?

Olympia:

Lernziele:
Die Schüler sollen
v wissen, warum die Olympischen Spiele veranstaltet wurden.
v von der Verehrung eines Olympioniken und dessen Vorzüge in der Gesellschaft wissen.
v selbständig einen Vergleich zu den Olympischen Spielen der Gegenwart anstellen können.
v den Unterschied in der Erziehung eines griechischen Mädchens und Jungen kennen.
v die Vormachtstellung des Vaters in der griechischen Familie erkennen.

Auszüge aus einem Arbeitsblatt:

Olympische Spiele im Vergleich

 

Griechen

Heute

 

Austragungsort

   

Ehre der Olympioniken

   

Sportarten

   

Rituale vor demWettkampf

Auszeichnung der Sieger

   

 

Zeus der Göttervater:

Lernziele:
Die Schüler sollen
v typische Symbole und Eigenschaften ausgewählten Göttern zuordnen können.
v von der Bedeutung des Zeus im griechischen Glauben Bescheid wissen.
v markante Wesenszüge des Göttervaters kennen.
v wissen, in welcher Weise die Griechen über die sogenannte Unterwelt dachten.
v in groben Zügen von einem griechischen Begräbnis Bescheid wissen.

Arbeitsblatt und Rätsel als Beilage

 

 
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Autor: Petra Öller   -
Zentrum für innovative Pädagogik an der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz
Layout. Elke Wöß
Letzte Aktualisierung:   17. September 2001

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