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| Inhalt | Charakteristik der Hauptpersonen | |||||||||||||||
Inhalt: Der
Autor Carlo Ross schildert in "...aber Steine reden nicht" das
Zusammenleben verschiedener Menschen in einer Armeleutstraße, welche "Stiege"
genannt wird.
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Buchgattung, Textsorte: Das Buch
lässt sich der problemorientierten Jugendliteratur zuordnen, da
konkrete Bezüge zum Antisemitismus der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts
dargestellt werden. Vordergründig werden verschiedene Probleme einzelner
Familien aufgearbeitet. Dabei wird vor allem das Schicksal der jüdischen
Menschen beleuchtet.
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Die im Buch angesprochenen Probleme: Vordergründiges
Problem im Buch ist die soziale und wirtschaftliche Not dieser Zeit. Aus
diesem Anlass heraus, werden die Menschen in der Siedlungsstraße angehalten,
sich so gut es geht zu arrangieren. Erst als tätliche Übergriffe von Seiten
der Nationalsozialisten überhand nehmen, sind zuerst die jüdischen Menschen
in der Straße davon betroffen. Viele von ihnen finden dabei den Tod.
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Literarische Verfahrensweise: Die Botschaft des Autors ist in leicht verständlicher Sprache dargestellt, welche dem Erfahrungshorizont der Schüler entspricht. Teilweise finden sich abstoßende, arische Hetzparolen, welche von Seiten der Deutschen gegenüber Juden ausgesprochen wurden. Gerade anhand dieser Aussagen können die Schüler erkennen, in welcher Weise Juden vom Leben ausgeschlossen wurden. Im Text finden sich zudem viele typische jüdische Ausdrücke, die jedoch zum Schluss des Buches erklärt werden. Die äußere Handlung stellt aus der Sicht eines neutralen Beobachters die verschiedenen Probleme im Zusammenleben einiger politisch Andersdenkender dar. Der Erzähler geht dabei genau auf politische Ereignisse und deren Auswirkungen in der Bevölkerung ein (z. B. die "Reichskristallnacht"). Ab diesem Zeitpunkt treten Anfeindungen gegenüber jüdischen Menschen sehr deutlich hervor. Die innere Handlung befasst sich mit dem Leben der Familie Rosen, als sie in diese Straße ziehen. Im zentralen Mittelpunkt steht dabei, wie sie das Schicksal auf ihre individuelle Weise meistern können. Das Buch hat in Bezug auf beide Handlungsebenen ein offenes Ende, da es einen Fortsetzungsband gibt. Am Ende dieses Bandes tauchen folgende Fragen auf: · Wie geht das Leben der Familie weiter? ® äußere Handlung · Wie entwickelt sich die Person David Rosen? ® innere Handlung ...
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Charakteristik der Hauptpersonen: Hanna und David Rosen sind gewissermaßen die Identifikationsfiguren des Buches. Beide Familienmitglieder haben in ihrem bisherigen Leben längst vergessen, dass sie Juden sind. Erst als Hitler an die Macht kommt, werden sie von Tag zu Tag immer mehr aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Sie müssen bittere Erfahrungen im Zusammenleben mit Deutschen machen. Hanna David
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Anmerkungen zum Einsatz im Unterricht: Das Buch eignet sich in hervorragender Weise zur Bearbeitung jüdischer Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus. Gerade anhand dieser dargestellten Handlung erkennen die Schüler, in welcher Weise sich der Ausschluss aus dem öffentlichen Leben vollzog. Das Buch lässt sich gut fächerübergreifend für Deutsch, Geschichte und Religion einsetzen.
Da im Buch die Hauptfigur ein junger Bursch darstellt, der in etwa das Alter der Leser hat, weckt die Handlung Betroffenheit bei den Jugendlichen. Dadurch können sie leichter für die Thematik sensibilisiert werden. Man kann sich mit der Hauptperson des Buches besser identifizieren. Den Schülern wird die wahnsinnige Ideologie der Nationalsozialisten vor Augen geführt. Sie sollen zum Nachdenken über diese Zeit und zur Meinungsbildung angeregt werden. Denn nur so kann man auf aktuelle Probleme unserer Gesellschaft hinweisen, wie z. B. diverse ausländerfeindliche Äußerungen. ...
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Vorschläge für Deutsch: |
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| Kapitel 1 | Kapitel
9
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Kapitel 1: Hanna Rosen zieht mit ihrem Sohn in eine Wohnung in die Armeleutstraße, welche "Die Stiege" genannt wird. Im Laufe des Tages macht sie mit verschiedenen Bewohnern des Hauses Bekanntschaft.
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Kapitel 2: Major Dickens kommt von der Arbeit nach Hause. Sofort wird besprochen, dass in das Haus Nummer 5 eine Witwe mit ihrem Sohn eingezogen ist. Hanna erkundigt sich bei Max Menes, dem Wurstverkäufer, über die Familie des Majors. Nachmittag gehen David und Alex zum Fluss schwimmen. Als sich ihr Gespräch auf Dachau richtet, tritt zwischen die beiden eine eigenartige Stimmung.
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Kapitel 3: Der Genosse Prohl wird bei einer Belagerung der Polizisten getötet. Am letzten Schultag erfährt Alex Menes von seinem Klassenlehrer Herrn Biederbeck, dass jüdische Schüler an der Abschlussfeier nicht mehr teilnehmen dürfen.
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Kapitel 4: Onkel Daniel wird vom Lager entlassen und erscheint bei der Wohnung von Hanna Rosen. Daniel bringt an diesem Abend einen Papagei mit nach Hause.
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Kapitel 5: Alex Menes geht mit seinem Vater einen Anzug für die Bar-Mizwa kaufen. Als sich das Gespräch auf die Feier richtet, äußert Alex, dass er nicht einsieht, warum er für diesen Anlass Hebräisch lernen sollte.
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Kapitel 6: Siegfried Dicke zieht mit seiner Familie fort, da sein Vater in Süddeutschland eine Arbeit bekommen hat. Fast jede Woche werden nun Luftschutzübungen abgehalten. Frau Oberlaß borgt sich von Hanna Geld aus, da ihr Mann keine Arbeit hat. Kurz sprechen die beiden über die triste Lage.
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Kapitel 7: Daniel und Otto Zettlau, ein Sozialist, freunden sich an. In der Armeleutstraße werden Flugblätter verteilt, auf denen steht "Nieder mit Hitler"! Sofort hegt der Wachtmeister den Verdacht, dass sie in der Umgebung gedruckt werden.
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Kapitel 8: Nach dem
Austeilen der Flugzettel kommen Pieschke, Zettlau und Adonait auf eine
Liste der Verdächtigen von der Gestapo. Noch vor Sonnenaufgang wird Herr
Pieschke von Gestapo-Beamten von zu Hause abgeholt.
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Kapitel 9: Frau Freudewald gibt Hanna ebenfalls den Rat Deutschland zu verlassen. Im Polizeirevier langt eine anonyme Zuschrift ein, in der steht, dass noch nicht alle jüdischen Kinder aus den Schulen von Bolles Revier entfernt wurden. Eine Gasexplosion erschüttert die Gasse. Nach einem Besuch von Wachtmeister Bolle in der Schule werden Max und David von dort vertrieben. Menes wird in der Nacht von unbekannten Passanten zu Tode geprügelt.
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Kapitel 10: Menes wird zu Grabe getragen. Otto Zettlau wird für den Westwallbau verpflichtet. Er verabschiedet sich von Daniel. Alex und David besuchen nun die jüdische Schule. Die alte Frau Rothstein nimmt sich das Leben. Alex kann durch die Jugendauswanderung nach Amerika flüchten.
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Kapitel 11: Erich Zettlau kommt mit einem Brief seines Vaters zu Daniel, der ihn lesen und entschlüsseln sollte. In der Reichspogromnacht finden auch in der Straße zahlreiche Übergriffe auf die Geschäfte und Einrichtungen der jüdischen Menschen statt. Dabei wird die alte Frau Tichowitz auf der Flucht von Deutschen getötet. Unter anderem kommt die Familie Cahn zu Tode.
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Kapitel 12: In die Wohnung der alten Frau Tichowitz zieht ein SA-Mann namens Karl-Heinz mit seiner Frau Hildegard ein. Heinz Stein wird vom Wachtmeister Bolle bei einer nächtlichen Aktion tödlich verletzt. Emil Bolle verlässt Deutschland und stellt in den Niederlanden Antrag auf Asyl.
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Kapitel 13: Kalle, der Sohn von Frau Freudewald, wird abgeholt. Nun macht sie Frau Rosen den Vorschlag, dass David für sie Kartoffelschalen schleppen soll. Herr Hartmann, Davids Lehrer, gibt David den Auftrag, die in der Pogromnacht verschwundenen Thorarollen von einem Pfarrer zu holen. Erich will mit ihm nicht mehr Kontakt haben, da bei seiner Arbeitsstelle die Freundschaft zu ihm bekannt wurde. Frau Freudewald erfährt vom Tode Kallas. Hanna wird im Haus mit antisemitischen Äußerungen von Frau Densch konfrontiert. Frau Menes emigriert nach Amerika. Pfarrer Rohling wird verhaftet, weil er für Juden und Andersdenkende betet.
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Kapitel 14: Der Krieg beginnt. Lebensmittelmarken werde ausgegeben. Der erste Fliegerangriff bringt schwere Schäden. Hanna und Erna müssen in einem kriegswichtigen Betrieb arbeiten. Erich Zettlau wird im Frühjahr durch einen Granatensplitter getötet. Daniel wird in Schutzhaft genommen.
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Kapitel 15: Jüdische Menschen müssen ab nun den gelben Stern sichtbar auf der Kleidung tragen. Bei einem schweren Bombenangriff wird der Hof der Frau Freudewald großteils zerstört. Das Haus Nr. 11 in der Armeleutstraße wird dabei schwer getroffen. David versucht, noch lebende Menschen aus den Trümmern zu retten. Im Januar 1942 werden Hanna und ihr Sohn zeitig am Morgen von einem Laster abgeholt.
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Stundenskizze für Geschichte: Didaktische Vorbemerkung Der Antisemitismus lässt sich bis in das Mittelalter zurückverfolgen. Jedoch nahm er nie solche Auswüchse an, als zur Zeit des Nationalsozialismus. Diese politische Ideologie setzte nämlich bewusst den Antisemitismus ein, um bestimmte ideologische Ziele zu erreichen. Bei diesem Unterrichtsvorschlag wird ein Schwerpunkt zum Thema Antisemitismus auf die sogenannte "Reichskristallnacht" gelegt. Dieses Kapitel der Geschichte wird in Verbindung mit dem Buch "... aber Steine reden nicht" aufgearbeitet, welches im Fach Deutsch gelesen und bearbeitet wird. Bei dieser Unterrichtsskizze wird bewusst darauf geachtet, dass altersgemäße Beispiele aus der Lebenswelt der Schüler herausgegriffen werden. Somit soll eine stärkere Identifikation ...
Lernziele: Die Schüler sollen
Stundenverlauf: Einstieg
Verlauf
Anmerkung:
Weiterführende Erarbeitungsmöglichkeiten Rollenspiele Die
Schüler bekommen den Auftrag sich aus den vorgegebenen Situationen eine
auszuwählen, zu der ein entsprechendes Rollenspiel gestaltet wird. Diese
Vorschläge sind auf diverse Identifikationsfiguren des Buches abgestimmt.
Jedoch sind es fiktive Szenen, die im Buch nicht vorkommen.
Frau Elisabeth Schluckebier will wie gewöhnlich von ihrem hart ersparten Geld Socken in einem jüdischen Bekleidungsgeschäft kaufen. Sie wird aber bereits vor der Tür von zwei SA-Männern abgefangen, die sie auf folgende Tafel hinweisen, welche am Schaufenster angebracht ist: Sie wird von den beiden Männern in ein Gespräch verwickelt. Mögliche Leitfragen zur Erarbeitung: Wie traten die beiden SA-Männer auf? Wollten sie Frau Schluckebier von ihrer Ideologie überzeugen? Wie reagierte die Frau auf die Blockade des Geschäftes? Ließ sie sich von ihnen vom Einkauf abhalten? In welcher Weise könnte Simon Rosen in Erscheinung treten? Beteiligte: ....
Schreibanlässe: Aus
den unten angeführten Schreibanlässen können sich die Schüler einen auswählen,
der in Einzelarbeit ausgefertigt wird. Die einzelnen Ergebnisse können
der Klasse in einem Sitzkreis präsentiert werden. Anmerkung: Da sich die Schüler unterschiedliche Angebote auswählen können, wird eine gewisse Abwechslung in den Unterricht eingebracht. Diverse Ergebnisse können somit vielfältiger ausfallen. Für die Schüler sollte die Identifikationsfigur David eine Hilfe zum Schreiben sein.
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