|
Der
Euro kommt - Einige Bemerkungen zur Einführung |
||||||||||||||||||||
Der Euro kommt - Einge Bemerkungen zur Einführung Seit 1. Jänner 1999 ist der Euro in Österreich und in zehn anderen EU-Ländern als Währung eingeführt, allerdings zunächst nur im bargeldlosen Zahlungsverkehr, im sogenannten Buchgeld. Ab 1. Jänner 2002 wird die Ausgabe von Euro-Banknoten und -Münzen beginnen. Der Schilling wird gegen den Euro getauscht. Ab 01. März 2002 wird der Euro das einzige gesetzliche Zahlungsmittel sein. Der Schilling kann aber noch mindestens 20 Jahre lang kostenlos bei der Österreichischen Nationalbank in Euro umgetauscht werden. Bei der Umstellung auf den Euro könnte es anfänglich Schwierigkeiten mit der Umrechnung geben. Es wird einige Zeit dauern, bis man für die neue Währung das gleiche "Preisgefühl" entwickelt haben wird wie für den Schilling. Das Zentrum für Innovative Pädagogik hat dazu ein interaktives Lern- und Übungsprogramm mit dem Titel "Web-Euro - In Euro denken lernen" entwickelt. Dieses Medienpaket kann bei der Umrechnung eine Hilfe leisten. Diese Form der Auseinandersetzung ersetzt allerdings nicht das handelnde Erarbeiten von Grunderfahrungen - speziell in der Volksschule. Das konkrete Hantieren mit dem Geld und das Lösen von Sachproblemen aus dem Erlebnisbereich der Schüler ist unbedingt auch in anderer Form anzubieten (Einkaufssituationen, Arbeiten mit Prospekten, ...). Die Einführung des Euro ist eine Währungsumstellung. Das heißt: Alle Schilling-Beträge, sowohl Guthaben als auch Schulden (Soll und Haben), alle Preise für Waren und Dienstleistungen sowie alle Gebühren, werden mit einem fixierten Kurs von Schilling in Euro umgerechnet (ATS 13,7603 = 1 Euro; Umrechnungsergebnis darf auf zwei Stellen gerundet werden). Eine Euro-Preiskommission wird sicherstellen, dass keine ungerechtfertigten Verteuerungen stattfinden. Das heißt, dass die Preise gleich bleiben. Ebenso behalten sämtliche Sparguthaben und andere Wertanlagen ihren Wert. Für das Erlangen des "Preisgefühls ist es allerdings besser, nicht ständig umzurechnen, sondern verstärkt in Euro zu denken, wie es der Subtitel des Medienpakets "Web-Euro - In Euro denken lernen" vorschlägt. Die Umstellung verursacht aber auch eine Anpassung aller Automaten, Kassen und Waagen. Die Unterteilung des Euro ist gleich wie bei Schilling und Groschen: |
||||||||||||||||||||
|
1
Euro = 100 Cent.
|
||||||||||||||||||||
| Das Erfassen der Beziehungen zwischen Euro und Cent (Wechseln, ...) ist ebenfalls handelnd zu erarbeiten. | ||||||||||||||||||||
Welches Konzept verfolgt Web-Euro? Web-Euro bietet über das Internet 9 verschiedene Module an. |
||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||
| Die Bearbeitung eines einzelnen Moduls sollte im Durchschnitt innerhalb von zehn Minuten möglich sein. Daraus ergeben sich mehrere Vorteile: | ||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||
Das Levelkonzept Die Unterteilung in Levels ist mehr ein Aufbau nach Schwierigkeitsgrad als eine Einteilung in Schulstufen. Bei manchen Übungen ist es durchaus möglich, dass Schüler der 3. oder 4. Schulstufe auch die Aufgaben in Level 3 ohne Probleme schaffen - ein entsprechender Trainingsaufwand kann, muss aber nicht vorausgehen. Dennoch ist zu erwähnen, dass bei Übungen, bei welchen es um Preisschätzen, Preisvergleichen etc. geht, darauf geachtet wurde, eine einigermaßen schulstufengerechte Auspreisung vorzunehmen: Level 1: Auspreisung nur mit ganzen Zahlen Level 2: Auspreisung mit gemischten Zahlen (z.B. 27 Euro 99 Cent) Level 3: Auspreisung in Dezimalschreibweise |
||||||||||||||||||||
Auswirkungen der Euro-Umstellung auf den Lehrplan der Volksschule Die Einführung des Euro ruft Änderungen im Lehrplan der Volksschule hervor. Dazu Zitate aus dem Lehrplan: (BGBl.II - Ausgegeben am 23. September 1999 - Nr. 355) Grundstufe 1 |
||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||
Grundstufe 2 |
||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||
Didaktische Grundsätze Größen: "Die Entwicklung vom Modellverstehen zum Geld soll anhand des Wertes von Objekten aus dem kindlichen Erfahrungsbereich erfolgen. Geldbeträge können sowohl mehrnamig als auch in Kommaschreibweise notiert werden. Auf die Schreibweise mit zwei Nachkommastellen sollte beim Geld grundsätzlich geachtet werden. Von den im Zusammenhang mit dem Sachrechnen erforderlichen Rechenoperationen ist die Division ausgenommen, und das Sachrechnen mit Geld sollte sich auf einfache und sinnvolle Sachbezüge beschränken. Überschreitungen, die sich doch nicht ganz vermeiden lassen, könnten über Umwandlungen gelöst werden." |
||||||||||||||||||||
|
|
|
||||||||
|
|
||||||||
![]() |
|
|||||||
| Anregungen, Tipps, Wünsche an zip@.padl.ac.at | ||||||||