Tangram


Legespiel zur Förderung mathematischer Grunderfahrungen
1. Einleitung
2. Geschichte des Tangrams
3. Sachanalyse
4. Ziele
5. Das klassische Tangram
6. Didaktische Anmerkung
7. Anmerkung zu den Kopiervorlagen
8. Literatur
9. Kopiervorlagen

1. EINLEITUNG

Spielen im Unterricht wird häufig noch immer mit Spielereien gleichgesetzt und als Zeitverschwendung betrachtet. Dabei lassen sich gerade im Spiel wichtige Lernziele erreichen. So können auch mit dem Legespiel "TANGRAM" wesentliche Lernziele für den Geometrieunterricht unterstützt werden (siehe dazu Punkt 4. Ziele auf Seite 3). Kaum ein anderes Legespiel vermittelt so viele geometrische Grunderfahrungen. Die Formenvielfalt regt die Fantasie der Kinder an und schult gleichzeitig das räumliche Vorstellungsvermögen. Zusätzlich bietet das Tangram die Möglichkeit das Spiel mit neuen Lernerfahrungen zu verbinden.
Bereits Radatz/Schipper führen als eine Funktion des Geometrieunterrichts den Punkt "Geometrieunterricht macht Spaß" an. Demnach ermöglicht und erfordert der Geometrieunterricht Aktivitäten, die den Kindern auch außerhalb des Unterrichts Spaß machen, so zum Beispiel ...

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2. GESCHICHTE DES TANGRAMS


Das Tangram ist ein Legespiel, dessen ursprüngliche Bezeichnungen Siebenbrett, Siebenschlau, Weisheitsbrett oder Ch`i Ch`ae Pan lauten. Genaue Aufzeichnungen über das Alter dieses Legespiels sind nicht bekannt, jedoch stammt das Wort Ch`i Ch`ae Pan aus der Zeit zwischen 740 und 330 v. Chr.

Die ersten Tangram-Vorlagebücher wurden bereits zwischen 1796 und 1820 in Chi-na gedruckt. Auch in Europa und Amerika fand das Tangram schnell große Verbreitung. Ab 1818 können erste Veröffentlichungen nachgewiesen werden. Zunächst als Kopien der chinesischen Ausgaben, doch bald wurden sie mit eigenen Figuren (Alphabet, Zah-len) und zum Teil mit abweichenden Grundformen angeboten. Um 1860 wurde ...

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3. SACHANALYSE

Das Spiel besteht aus 7 einfachen geometrischen Formen, die sich durch die Unter-teilung eines Quadrates (einfaches Halbieren von Seiten und Diagonalen) ergeben (siehe Kopiervorlage A). Die Teilfiguren setzen sich wie folgt zusammen: ...

...

Die geometrischen Teilflächen
- Das Quadrat
Im Quadrat steckt das Wort "quattuor", das heißt "4" - vier gleich lange Seiten, vier rechte Winkel, vier Ecken, .... Das Quadrat hat dieselben Eigenschaften wie ein Rechteck, es ist also ebenso ein Viereck. Alle 4 Seiten sind jedoch ....

....



4. ZIELE
  • Geometrischen Grunderfahrungen sollen angebahnt und gefördert werden.
  • Durch die Übungen erfolgt eine Schulung des logischen Denkens und der vi-suellen Wahrnehmung.
  • Fähigkeiten wie Ordnen und Unterscheiden von Formen sollen erlernt und ge-festigt werden.
  • Teil-Ganzheit-Beziehungen sollen erkannt werden.
  • Diese Übungen erfordern und fördern wesentlich die räumliche Orientierungs-fähigkeit (Links-rechts-Zuordnung) der Kinder.
  • Mathematischen Arbeitsweisen wie ...
  • ...
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5. DAS KLASSISCHE TANGRAM
Heute gibt es bereits unzählige verschiedene Tangramarten. Allen diesen Tangra-marten ist jedoch eines gemeinsam:
Eine Grundfläche wird in (geometrische) Formen zerlegt.

Jeder kann sich selbst ganz einfach sein eigenes Tangram herstellen (siehe dazu Punkt 5.2. Herstellung). Um möglichst viele Variationen zu gewährleisten, sollten die einzelnen Teile jedoch so aus der Grundfläche geschnitten werden, dass ihre Kan-tenlängen einer möglichst einfachen Maßskala folgen - also längere Kanten sollen ein n-faches von kürzeren Kanten sein. Auch ergeben sich bereits durch ...


5.1. Ziel des Spiels
Der Sinn des Spiels besteht nun darin, aus den sieben Teilstücken verschiedene Fi-guren zu legen. Dabei müssen jedoch auch Regeln beachtet werden:

1. Beim Legen der Figuren müssen immer alle 7 Teilstücke verwendet werden.
2. Die Teilflächen müssen sich seitlich berühren, dürfen ...


5.2. Herstellung
Ein Tangram kann sehr einfach auch selbst hergestellt werden. Wahrscheinlich sind die Tangram-Teile dadurch entstanden, dass ein ...

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6. DIDAKTISCHE ANMERKUNG
Geometrie ist bereits ab der ersten Schulstufe laut Lehrplan im Mathematikunterricht verankert. In der täglichen Schulpraxis wir ihr aber häufig nur ein geringerer Stellen-wert zuerkannt.

Kinder sind gerade im Grundschulalter sehr lernfähig. Aus diesem Grund ...


6.1. Einsetzbarkeit
Das Tangram kann im Unterricht auf sehr vielfältige Art und Weise eingesetzt wer-den. So ist es sowohl für die Klassen- als auch für den Förderunterricht geeignet, als auch für Stationsbetriebe oder Freiarbeit. Es kann also in verschiedenen Sozialformen ...


6.2. Schwierigkeitsstufen
5 Schwierigkeitsstufen:
1. Figuren in Originalgröße mit allen Hilfslinien (Kopiervorlage B)
2. Figuren in Originalgröße mit ...
3. ...

In den Stufen 1-3 kommen Kinder durch das Auslegen einer Figur zur Lösung, wäh-rend in der Stufe 4 und 5 vom Kind das Nachlegen gefordert wird.

Auslegen:
Beim Auslegen kann das Kind die Teilfiguren...

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7. ANMERKUNG ZU DEN KOPIERVORLAGEN

7.1. Kopiervorlage A
...
Die Größe der Teile ist abgestimmt zu den Figuren der Kopiervorlagen B-D. Zum Beispiel könnte das Grundquadrat auf einen dünnen Karton kopiert und anschließend von den Kindern ausgeschnitten werden. So hätte jedes Kind ...
....

7.2. Kopiervorlage B - D
Die Figuren in den Kopiervorlagen B-D sind auf die Tangramteile aus der Kopiervorlage A abgestimmt. Diese Vorlagen brauchen nur mehr um 50% vergrößert werden und können somit direkt als Auslegebilder verwendet werden. Entsprechend den Schwierigkeitsstufen (siehe Punkt 6.2.) werden die Figuren zunächst mit allen Hilfslinien, anschließend mit ...
...

7.3. Kopiervorlage E
Diese Vorlagen entsprechen der 4. Schwierigkeitsstufe. Die Figuren sind nun ver-kleinert abgebildet, jedoch ist der ....

7.4. Kopiervorlage F
Dies ist nun sicherlich die schwierigste Form. Die Figuren sind ...

7.4.1. Buchstaben und Ziffern
Auch Buchstaben und Ziffern können mit Tangramteile zusammengelegt werden. Eine exakte Darstellung ist natürlich nicht möglich. Daher sind diese Vorlagen eher nur für Grundstufe II gedacht, wenn ...



8. LITERATUR:
  • Gawert Marietta: "Tangram - nur eine Spielerei?" aus Praxis Grundschule 3/2000, Seite 28-32
  • Gawlista Kerstin: "Das Tangram - Spielend geometrische Grunderfahrungen machen" aus Grundschulmagazin 3/2000, Seite 16-18
  • Köhler Stefanie: "Das Tangram" aus Mathematische Unterrichtspraxis II.Quartal 1998, Seite 3-12
  • Meersmann Willy (Hrsg.): "Mathematik-Lexikon", Cornelsen Scriptor Verlag, Frankfurt am Main 1994
  • Obermair Gibert: "Klassische Spiele aus dem Fernen Osten", München 1986
  • Radatz/Schipper: "Handbuch für den Mathematikunterricht an der Grundschule", Schroedel Verlag, Hannover 1983
  • Seminararbeit "Das Tangram" von Sandra Schmutz
  • http://members.tripod.de/jkoeller/tangram.htm
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9. KOPIERVORLAGEN:
Kopiervorlage B
Kopiervorlage C
Kopiervorlage D
57 Vorlagen mit Lösungen
Kopiervorlage F
Beispiel für "Buchstaben und Zahlen"

Zu jeder Angabe gibt es auch wieder ein Lösungsblatt.
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Autor: Sabine Reindl  -
Zentrum für innovative Pädagogik an der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz
Layout. Sabine Reindl
Letzte Aktualisierung:   29. Juni 2001

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