Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Linz


Architektur

Einbettung der Synagoge in die umgebende Architektur

Das Grundstück liegt als Rechteck weggestreckt von der Bethlehemstraße, von der her es erschlossen ist. Von drei Seiten ist es mit großen Gebäuden verschiedener Zeiten umbaut. Einiges davon ist derb und brutal. Die Synagoge wird dadurch teilweise von wuchtigen Massen an der Grundgrenze bedrängt, kann sich aber durch seine abgehobene Lage im Areal behaupten.

Wer sich nähert, merkt sofort den unübersehbaren, massigen Betonhochbau der Post und sieht an der Straßenfront das anonym, alt und grau wirkende Haus mit dem Büro der Kultusgemeinde. Dahinter wird es weit. Städtisches Rasengrün überrascht, seitlich von Sträuchern und Gartenbäumen umstanden. Weiter hinten schließen die Silhouetten des Linzer Priesterseminars und der Hildebrandt-Kirche das Blickfeld.

Durch eine bedachtsame bildhafte Anordnung behauptet sich der Synagogenbau wie ein kostbarer Schrein in seiner Umgebung: Säulen tragen eine auffallende Bedachung. Sie bilden zusammen mit dem Sockel visuell einen dunklen Rahmen, welcher das Weiß der Wände besonders strahlend empfinden läßt. In den schneefreien Jahreszeiten nehmen die Farben des Bodens und der Bepflanzung diese Wirkung auf und heben die Baugestalt prägnant von ihrer Umgebung ab.

ARCHITEKT ING. FRITZ GOFFITZER
Gedanken zum Bau der Synagoge

Anregungen und Wünsche an: hab@mail.padl.ac.atWebmaster Astrid Leeb